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Marktanalyse September 2026

Überblick Grenzpreisentwicklung – alle Märkte

Die Grenzpreise haben die Richtung gewechselt. Zwei Monate lang hatten die negativen Märkte das Wachstum getragen, jetzt erholten sich die positiven Segmente in beiden Ländern, während aFRR– und mFRR– flächendeckend nachgaben.

Ein Muster, das sich seit dem Frühsommer wiederholt: Die Führungsrolle wechselt zwischen positiven und negativen Märkten, meist nach ein bis zwei Monaten. Die FCR-Erlöse blieben von diesem Wechsel weitgehend unberührt. 

In Österreich fiel der Wechsel im sekundären Regelleistungsmarkt besonders deutlich aus. Der Grenzpreis im aFRR- verlor 35 % und fiel von 19.158 €/MW/h im August auf 12.444 €/MW/h. Das ist der niedrigste Wert seit März, und der Rückgang war größer als der Zuwachs des Vormonats (+19 %). Der aFRR+ ging den umgekehrten Weg: Nach zwei Monaten mit Rückgängen stieg er um 49 % von 5.375 €/MW/h auf 7.985 €/MW/h und erreichte damit wieder das Niveau vom Juli (7.632 €/MW/h). 

Im tertiären Markt setzte sich dasselbe Muster mit größerem Ausschlag fort. Der mFRR+ hat sich von 3.761 €/MW/h auf 7.787 €/MW/h mehr als verdoppelt (+107 %) und liegt damit klar über dem Juli-Wert von 4.925 €/MW/h. Der mFRR- sank um 33 % auf 18.312 €/MW/h (August: 27.412 €/MW/h). Die FCR-Erlöse gaben nach dem starken August um 5 % auf 18.359 €/MW/h nach, bleiben aber auf hohem Niveau. 

Deutschland folgte dem österreichischen Muster, im positiven Segment mit noch größerem Ausschlag. Der Grenzpreis im aFRR+ stieg um 87 % von 6.662 €/MW/h im August auf 12.440 €/MW/h und liegt damit wieder deutlich über der Marke von 10.000 €/MW/h, die er im Juli noch knapp verfehlt hatte. Der aFRR- gab um 16 % auf 14.383 €/MW/h nach. Wie in Österreich ist das der niedrigste Wert seit März. 

Im mFRR fällt vor allem der positive Markt auf, der von 687 €/MW/h auf 3.682 €/MW/h sprang. Das ist mehr als das Fünffache, allerdings nach einem Vormonat, in dem der Wert auf ein sehr niedriges Niveau gefallen war. Der Wert bleibt unter dem Juni-Niveau von 4.862 €/MW/h. Der mFRR- verlor 18 % und liegt bei 15.055 €/MW/h. Die FCR-Erlöse legten um 1,5 % leicht auf 16.219 €/MW/h zu. 

Vergleich der mit FPH erzielten Erlöse und dem Marktmittel im aFRR

Die Richtungsumkehr der Grenzpreise spiegelt sich in den Erlösen, und der Vergleich mit dem Marktmittel zeigt, wie sich FlexPowerHub in fallenden und steigenden Märkten schlägt. In den negativen Märkten, in denen das Marktmittel um 34 % (AT) und 19 % (DE) einbrach, gingen die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse deutlich weniger stark zurück. In den positiven Märkten legten die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse um 28 % (AT) und 29 % (DE) klar zu, das Marktmittel stieg mit 40 % und 57 % aber noch stärker.

Österreich

Im aFRR- gaben das Marktmittel und die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse gegenüber dem August nach, wobei unser Rückgang deutlich kleiner ausfiel: Das Marktmittel sank um 34 % von 15.023 €/MW/h auf 9.927 €/MW/h, unsere Erlöse dagegen nur um 24 % von 12.918 €/MW/h auf 9.840 €/MW/h. Gleichzeitig verbesserten sich die Kennzahlen deutlich: Die Bezuschlagungsquote stieg von 78 % auf 94 %, die Prognoseperformance von 86 % auf nahezu perfekte 99 %.

Der aFRR+ entwickelte sich umgekehrt. Das Marktmittel zog um 40 % auf 6.218 €/MW/h an, die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse stiegen mit 28 % auf 4.987 €/MW/h weniger stark. Bei den Kennzahlen gab es hier Abstriche: Die Bezuschlagungsquote sank von 96 % auf 89 %, bleibt damit aber auf hohem Niveau, die Prognoseperformance ging von 88 % auf 80 % zurück. 

Deutschland

Der deutsche aFRR- folgte demselben Muster: Das Marktmittel sank um 19 % von 14.038 €/MW/h auf 11.371 €/MW/h, die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse dagegen nur um 5 % von 10.653 €/MW/h auf 10.115 €/MW/h. Auch die Kennzahlen entwickelten sich positiv: Die Prognoseperformance stieg von 76 % auf 89 %, die Bezuschlagungsquote von 90 % auf 93 % und damit auf den höchsten Stand seit Mai. 

Im aFRR+ zog das Marktmittel um 57 % von 5.485 €/MW/h auf 8.632 €/MW/h an. Die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse blieben dahinter zurück, legten mit 29 % von 4.522 €/MW/h auf 5.824 €/MW/h aber ebenfalls deutlich zu. Auch die Kennzahlen gaben nach: Die Bezuschlagungsquote ging von 97 % auf 83 % zurück, die Prognoseperformance von 82 % auf 67 %. 

Marktvolatilität

Mit der Preisrichtung drehte sich auch die Volatilität. Im aFRR+ waren die Ausschläge im August noch gering, die Maxima lagen bei 40,8 €/MW/h (AT) und 51,2 €/MW/h (DE). Jetzt stiegen die Höchstwerte auf 59,1 €/MW/h und 170 €/MW/h, was zum Anstieg der Grenzpreise in diesem Markt passt. Im aFRR– bestimmte dagegen die Solareinspeisung den Rhythmus: In beiden Ländern entstand fast täglich ein Peak zur Mittagszeit. Weil der Feiertagseffekt vom August wegfiel, lagen die Monatshöchstwerte mit 96,1 €/MW/h und 94,5 €/MW/h unter den Vormonatswerten von 117 €/MW/h und 110 €/MW/h. Für FlexPowerHub bedeutete das ein gut planbares Umfeld im aFRR-, in dem die Bezuschlagungsquoten bei 94 % (AT) und 93 % (DE) lagen, und ein fordernderes im aFRR+ mit 89 % und 83 %. 

Österreich

Der aFRR+ blieb bis zum 10. September ruhig, die Preise lagen überwiegend unter 16 €/MW/h. Ab dem 11. September gab es erste Ausschläge über 30 €/MW/h, die gegen Monatsende häufiger und höher wurden. Das Monatshoch von 59,1 €/MW/h am 23. September um 16:00 Uhr übertraf das Vormonatsmaximum von 40,8 €/MW/h um 45 %, dazu kamen drei weitere Spitzen über dieser Marke. FlexPowerHub erreichte in diesem Marktumfeld eine Bezuschlagungsquote von 89 % bei einer Prognoseperformance von 80 %. 

Im aFRR- wiederholte sich fast unverändert ein Tagesrhythmus. Zur Mittagszeit trifft hohe Photovoltaik-Einspeisung auf moderate Nachfrage, und der Preis steigt auf Werte zwischen 50 und 85 €/MW/h. Das Monatshoch von 96,1 €/MW/h am 8. September um 12:00 Uhr passt in dieses Muster. Im August hatte der Feiertag Mariä Himmelfahrt noch 117 €/MW/h ausgelöst, ein vergleichbarer Sondereffekt blieb diesmal aus. Für Prognosemodelle ist ein wiederkehrendes Muster ein günstiges Umfeld, was sich in den Kennzahlen zeigt: Die Prognoseperformance stieg auf 99 %, die Bezuschlagungsquote um 16 % auf 94 %.

Deutschland

Im deutschen aFRR+ blieben die Preise bis zum 9. September ruhig und lagen überwiegend unter 25 €/MW/h. Danach folgten erste Spitzen von 56 €/MW/h am 10. und 87 €/MW/h am 14. September. Den deutlichsten Preisausschlag gab es am 22. September: Um 08:00 Uhr stieg der Preis auf 170 €/MW/h, und kurz darauf folgten zwei weitere Spitzen um 120 €/MW/h. Das Maximum hat sich damit gegenüber dem August (51,2 €/MW/h) mehr als verdreifacht, bleibt aber unter dem Juni-Wert von 188 €/MW/h. Anders als im Sommer, als die Spitzen im aFRR+ am Abend auftraten (Juli: 20:00 Uhr), lag der Höchstwert diesmal am Morgen. Mehrere hohe Ausschläge in kurzer Folge machten die Vorhersage anspruchsvoll, was sich in einer Prognoseperformance von 67 % widerspiegelt. Die Bezuschlagungsquote lag bei 83 %. 

Weitgehend parallel zum österreichischen Markt verlief auch der deutsche aFRR-. Das Monatshoch von 94,5 €/MW/h wurde am 8. September um 12:00 Uhr erreicht, zur selben Stunde wie in Österreich, was nahelegt, dass die Solareinspeisung in beiden Ländern der gemeinsame Treiber war. Am 17. und 18. September folgten weitere Spitzen zwischen 85 und 90 €/MW/h. Gegenüber dem August (110 €/MW/h) ging das Maximum zurück. Das planbare Muster kam unseren Modellen entgegen: Die Prognoseperformance stieg auf 89 % (+13 %), die Bezuschlagungsquote auf 93 %. 

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