Projekt-Highlight: Die oekostrom AG setzt bei der Hybrid-Vermarktung auf FlexPowerHub
In diesem Quartal haben wir ein technisches Leuchtturmprojekt realisiert: Die oekostrom AG nutzt FlexPowerHub zur Bewirtschaftung ihres hybriden Portfolios aus Batteriespeichern und Wasserkraft.
Die Herausforderung: Ein Pool aus unterschiedlichen Asset-Typen bietet enorme Flexibilität, ist in der Bewirtschaftung jedoch hochkomplex. Unterschiedliche technische Charakteristika treffen auf einen Markt, der im Viertelstundentakt neue Entscheidungen erfordert. Die oekostrom AG suchte daher einen Partner, der die technologische Tiefe für die Marktanbindung liefert, während die strategische Entscheidungshoheit im eigenen Haus bleibt.
In diesem Setup fungiert unsere Plattform in zwei Kernrollen:
- Daten-Kompass: Hochpräzise Preisprognosen dienen als Basis für den internen Optimierer (NEO) der oekostrom AG.
- Automatisierte Abwicklung: FlexPowerHub übernimmt die vollautomatisierte Gebotsabgabe und Kommunikation mit dem Netzbetreiber APG.
Die Integration verlief dank unserer modernen Swagger-API reibungslos und beschleunigte die Anbindung an die Kundensysteme massiv. Ein entscheidender strategischer Vorteil: Marktweite Änderungen (wie PICASSO oder MARI) werden zentral über unser SaaS-Modell umgesetzt, wodurch die oekostrom AG ohne eigenen Programmieraufwand stets marktkonform bleibt.
Das Fazit: Eine Partnerschaft, die zeigt, wie moderne Infrastruktur und interne Optimierungskompetenz hybride Portfolios zukunftssicher und effizient vermarktbar machen
Verbessung des Bid-Managers: Signifikante Performance-Steigerung durch neues Backend
Wir freuen uns, Ihnen heute ein maßgebliches technisches Upgrade vorstellen zu können. Um den steigenden Anforderungen an Datenvolumen und Verarbeitungsgeschwindigkeit gerecht zu werden, wurde unser Bid-Manager Backend grundlegend modernisiert. Durch den Einsatz modernster asynchroner Technologien und eine umfassende Optimierung der Datenbankstruktur konnten wir die Systemleistung signifikant steigern.
Nach einer erfolgreichen Testphase ist das System seit dem 27.01.2026 produktiv und sorgt für eine spürbare Beschleunigung Ihrer täglichen Arbeitsprozesse.
Die Performance-Vorteile im Überblick
Die technologische Neuausrichtung führt zu einer massiven Reduktion der Ladezeiten in den zentralen Modulen:
- Eventlog: Steigerung der Ladegeschwindigkeit um den Faktor 24 (von durchschnittlich 240 Sek. auf unter 10 Sek.).
- Wir haben das Approvalcenter überarbeitet, damit Sie manuelle Gebote jetzt noch schneller prüfen und freigeben können. Alles an einem zentralen Ort und mit deutlich besserem Überblick.
- Positions: Optimierung der Performance um fast das 17-fache.
- Gesamtansicht: Beschleunigung um mehr als das 7,5-fache.
- Effizienzsteigerung beim TSO-Status: Die Systemleistung zur Verarbeitung der Rückmeldungen der Übertragungsnetzbetreiber wurde um das 5,5-fache gesteigert.
Durch diese technologische Neuausrichtung profitieren Sie von einem flüssigen Workflow und einer nahezu verzögerungsfreien Bearbeitung Ihrer Gebote. Wir freuen uns, Ihnen mit diesem Update ein noch leistungsstärkeres Werkzeug für Ihr tägliches Business zur Seite zu stellen.
Update: Retrieval Rate Curve für BESS im Live-Test
In einem der letzten Newsletter haben wir über die Entwicklung unseres neuen Retrieval Rate Forecasts berichtet. Heute freuen wir uns, den nächsten großen Meilenstein verkünden zu können: Das Modell zur Vorhersage der Abrufquote befindet sich seit Kurzem im intensiven Live-Test für Batteriespeicher (BESS).
Vielversprechende erste Ergebnisse
Die ersten Daten aus dem Test sind äußerst positiv. Der Retrieval Rate Curve Forecast ermöglicht es unseren Algorithmen, die Abrufquote von Geboten im Regelenergiemarkt mit einer bisher unerreichten Präzision abzubilden. Für unsere BESS-Kunden bedeutet das konkret:
- Optimiertes State-of-Charge (SoC) Management: Durch die genauere Vorhersage der Abrufquote können Speicherzyklen noch effizienter geplant werden.
- Höhere Erlöspotenziale: Gebotsstrategien werden in Echtzeit an die tatsächlichen Abrufquoten angepasst.
- Marktoptimierung: Die Umwandlung von Unsicherheit in berechenbare Wahrscheinlichkeiten macht die Vermarktung Ihrer Batteriespeicher planbarer und steigert die Profitabilität erheblich.
Validierung und Rollout
Der aktuelle Testlauf bestätigt, dass die im Rahmen der FFG-Forschungskooperation entwickelten Modelle in der Praxis exzellent funktionieren. Wir nutzen die Erkenntnisse aus dieser finalen Phase, um die Parameter für unsere BESS-Kunden zu perfektionieren und die Vorteile des Retrieval Rate Curve forecasts flächendeckend im täglichen Handel nutzbar zu machen.
Roadmap 2026: Neue Entwicklungen für den FCR sowie den niederländischen und französischen RLM
Stillstand ist für uns keine Option. Um die Marktposition unserer Kunden kontinuierlich zu stärken, arbeiten wir aktuell mit Hochdruck an der Erweiterung unserer Prognosemodelle und der Erschließung neuer europäischer Märkte.
Unsere aktuellen Entwicklungsschwerpunkte im Überblick:
- FCR-Grenzpreisprognosen: Wir entwickeln dedizierte Prognosemodelle für die Grenzpreise im FCR (Frequency Containment Reserve). Ziel ist es, die Gebotsabgabe noch präziser an den Grenzkosten auszurichten und so die Grundlage für die Vermarktungsentscheidungen unserer Kunden in diesem wettbewerbsintensiven Markt zu optimieren.
- Expansion nach den Niederlanden: Für den niederländischen Regelleistungsmarkt implementieren wir spezifische 4h Prognosen. Damit tragen wir den dortigen Marktanforderungen Rechnung und bieten unseren Kunden die Grundlage für Ihre Teilnahme an diesem Markt.
- RLM Frankreich: Parallel dazu treiben wir die Entwicklung von Prognosen für den französischen Regelleistungsmarkt voran. Dies ist ein entscheidender Schritt in unserer Strategie, FlexPowerHub als führende Plattform für die europäische Regelenergievermarktung zu etablieren.
Diese Entwicklungen sind Teil unseres Versprechens, Ihnen stets die modernsten Werkzeuge für eine datengetriebene und grenzüberschreitende Vermarktung zur Verfügung zu stellen.
Marktbericht Q1: Operative Stabilität in einem ruhigen aFRR-Umfeld
Das erste Quartal 2026 präsentierte sich auf den aFRR-Märkten in Deutschland und Österreich zunächst deutlich moderater als das dynamische Vorjahresende. Die ersten beiden Monate waren von einer marktweiten Konsolidierung geprägt, in der FlexPowerHub seine Stärken vor allem durch hohe Präzision und überdurchschnittliche Bezuschlagungsquoten unter Beweis stellen konnte, bevor das Ende der Dunkelflaute im März zu deutlich ansteigenden Erlösen führte.
Der Marktverlauf: Konsolidierung auf solidem Niveau
Nach dem lebhaften Jahreswechsel kehrte im Januar spürbar Ruhe in die Märkte ein. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gaben die Erlöse im Gleichschritt mit dem Marktmittel nach. Besonders im aFRR+ korrigierten die Werte deutlich, während sich der aFRR- etwas resistenter zeigte. FlexPowerHub konnte diesen Trend präzise abbilden: Während die Erlöse im aFRR+ sanken, festigten wir unseren Marktzugang in Deutschland mit einer auf 96 % gesteigerten Bezuschlagungsquote.
Performance-Fokus: Präzision schlägt Volatilität
Im Februar setzte sich das moderate Preisniveau fort, was die Anforderungen an unsere Prognose erhöhte. In Österreich glänzte FlexPowerHub in dieser Phase mit einer nahezu perfekten Prognoseperformance von 99 % im aFRR-, was zeigt, dass unsere Modelle auch in einem Umfeld sinkender Preise exzellente Vorhersagen liefern. In Deutschland blieb die Performance im aFRR+ mit Bezuschlagungsquoten von konstant über 94 % auf einem sehr hohen Niveau, während sich die Prognoseperformance schrittweise auf 80 % verbesserte.
Erlösanstieg nach Ende der Dunkelflaute
Im März sorgte das Ende der „Dunkelflaute“-Periode für eine drastische Trendwende und ansteigende Erlöse in beiden Märkten. In Österreich nutzte FlexPowerHub diesen Aufwind im aFRR– durch eine auf 92 % gesteigerte Prognoseperformance aus. In Deutschland blieb die Performance im aFRR+ mit einer Bezuschlagungsquote von 95 % gewohnt stabil, während die Prognosegüte im aFRR– deutlich auf 84 % zulegte.
