Überblick Erlösentwicklung – alle Märkte
Die Leistungspreise in Österreich und Deutschland haben sich im Oktober nach den starken Anstiegen im September deutlich entspannt. Die meisten Märkte verzeichneten niedrigere Grenzpreise, was auf eine teilweise Korrektur des starken Anstiegs im Spätsommer hindeutet. Während der aFRR+ in Österreich auf hohem Niveau stabil blieb, zeigten andere Segmente deutliche Anzeichen einer Normalisierung. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Deutschland, wo sowohl positive als auch negative Märkte zu moderateren Preisspannen zurückkehrten.
Im Oktober gaben die Grenzpreise auf den Regelenergiemärkten in Deutschland und Österreich spürbar nach. Während sich die Preise insgesamt normalisierten, stach der österreichische aFRR+ mit seiner stabilen Preisentwicklung auf hohem Niveau heraus. Auch in Deutschland kehrten positive und negative Märkte zu einem niedrigeren Preisniveau zurück.
Die Abwärtsbewegung war in Österreich besonders deutlich im aFRR- zu beobachten: Hier fielen die Grenzpreise auf 14.177 €/MW/h, nachdem sie im September noch bei 18.253 €/MW/h gelegen hatten. Der aFRR+ blieb weitgehend stabil und stieg leicht auf 24.767 €/MW/h an. Der mFRR- zeigte eine stärkere Korrektur auf 10.577 €/MW/h, während der mFRR+ mit 4.711 €/MW/h nahezu unverändert blieb. Im FCR setzten sich die rückläufigen Erlöse fort und sanken von 12.470 €/MW/h im September auf 11.708 €/MW/h im Oktober
In Deutschland verlief die Entwicklung ähnlich. Die Grenzpreise im aFRR- sanken auf 18.672 €/MW/h und im aFRR+ auf 33.423 €/MW/h. Im mFRR- gingen die Preise deutlich auf 7.339 €/MW/h zurück, und auch der mFRR+ sank auf 6.527 €/MW/h. Im FCR hielt die stabile Entwicklung an, wobei die Erlöse leicht auf 11.586 €/MW/h zurückgingen.
Insgesamt war der Oktober durch eine Normalisierung des Preisniveaus auf beiden Märkten gekennzeichnet. Nach den deutlichen Anstiegen im September haben sich die Marginalpreise auf den Ausgleichskapazitätsmärkten auf einem stabileren Niveau eingependelt, insbesondere in Deutschland.
Vergleich der mit FPH erzielten Erlöse und dem Marktmittel im aFRR
Der positive Erlöstrend im österreichischen aFRR+ setzte sich im Oktober fort. FlexPowerHub erzielte hier 15.777 €/MW/h und lag damit leicht über dem Vormonatsniveau von 15.069 €/MW/h. Auch das Marktmittel stieg weiter an und erreichte 17.922 €/MW/h. Besonders erfreulich: Die Bezuschlagungsquote der mit FPH generierten Gebote steigerte sich um 7,59 % auf 96,2 % (bezogen auf das prognostizierte 50 %-Quantil) und unterstrich damit unsere starke Marktpräsenz. Mit 88 % blieb die Prognoseperformance stabil und bestätigte erneut die Zuverlässigkeit unserer Vorhersagen in diesem weiterhin dynamischen Umfeld.
Die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse im österreichischen aFRR- gingen im Oktober deutlich zurück und lagen bei 9.393 €/MW/h. Damit verzeichneten wir rund 30 % weniger als im Vormonat. Das Marktmittel zeigte eine ähnliche Entwicklung und sank auf 9.876 €/MW/h.
Trotz der rückläufigen Erlöse blieb unsere operative Performance stark: Die Bezuschlagungsquote stieg sogar um 8,34 % auf ein hohes Niveau von 95,7 %. Auch die Prognoseperformance blieb mit 95 % stabil.
Die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse im deutschen aFRR- gingen auf 10.328 €/MW/h zurück, nachdem sie im September noch bei 17.242 €/MW/h gelegen hatten. Diese Entwicklung spiegelt die allgemeine Abkühlung des deutschen Marktes wider, in dem auch das Marktmittel von 19.655 €/MW/h auf 12.247 €/MW/h sank.
Trotz der geringeren Erlöse konnte FlexPowerHub eine starke operative Performance beibehalten: Die Bezuschlagungsquote stieg leicht auf 97,31 % und bestätigte damit den stabilen Marktzugang sowie eine konstante Teilnahme. Die Prognoseperformance erreichte 84,33 % und blieb somit auf einem guten Niveau.
Im aFRR+ zeigte sich im Oktober nach dem deutlichen Anstieg im September eine leichte Korrektur. Die mit FlexPowerHub erzielten Erlöse lagen bei 16.075 €/MW/h und damit leicht unter dem Vormonatswert von 16.813 €/MW/h. Auch das Marktmittel entwickelte sich rückläufig und sank von 24.491 €/MW/h auf 23.149 €/MW/h. Die Bezuschlagungsquote ging um 2,61 % auf 84,41 % zurück.
Marktvolatilität
Auch im Oktober blieb die Volatilität auf den österreichischen und deutschen Regelenergiemärkten weiterhin hoch, zeigte sich jedoch insgesamt etwas ruhiger als im September.
In Österreich verliefen die Preisbewegungen moderater und gleichmäßiger, was auf ein stabiles, aber weiterhin aktives Marktumfeld hindeutet. In Deutschland kam es hingegen erneut zu mehreren deutlichen Preisspitzen (insbesondere im aFRR+), die eine Herausforderung für die Prognoseperformance darstellten.
Trotz dieser anhaltenden Schwankungen blieb unsere Prognoseperformance robust und bewies erneut, dass unsere Prognose auch unter anhaltend volatilen Bedingungen effektiv reagiert.
Österreich:
Der österreichische aFRR- blieb im Oktober von einer gewissen Volatilität geprägt, auch wenn extreme Preisspitzen ausblieben. Die Preise bewegten sich in einer Spanne zwischen 1,42 €/MW/h und 75 €/MW/h.
Der Monat begann mit einem moderaten Hoch von rund 75 €/MW/h am 4. Oktober um 12:00 Uhr, worauf ein allmählicher Rückgang folgte. Am 11. Oktober kam es dann innerhalb weniger Stunden zu einem kurzfristigen Anstieg von 5,81 €/MW/h auf 61,5 €/MW/h.
Danach zeigte sich der Markt weitgehend stabil, abgesehen von kleineren Schwankungen, bevor am 24. Oktober ein weiteres, etwas stärkeres Hoch von 65,1 €/MW/h erreicht wurde.
Im Vergleich zum September blieb die Volatilität zwar spürbar, das allgemeine Preisniveau war jedoch niedriger. Unsere Prognose erfasste die Marktbewegungen sehr genau und erreichte erneut eine starke Performance von 95 %.
Im aFRR+ zeigte sich der Oktober insgesamt lebhafter als der September. Die Preise bewegten sich zwischen 4,89 €/MW/h und 180 €/MW/h, wobei das Monatshoch von 180 €/MW/h bereits am 1. Oktober um 16:00 Uhr erreicht wurde.
Im Verlauf des Monats traten mehrere deutliche Schwankungen auf, beispielsweise am 21. Oktober, als der Preis von 5,44 €/MW/h um 00:00 Uhr auf 127 €/MW/h um 08:00 Uhr anstieg, bevor er anschließend wieder allmählich zurückging. Abgesehen von dem Hoch am 1. Oktober blieb das allgemeine Preisniveau im Vergleich zum September weitgehend unverändert. Diese einzelnen Ausschläge führten jedoch zu einer leicht erhöhten Gesamtvolatilität im Monatsverlauf.
Unsere Prognose blieb stabil und konnte die volatilen Marktbedingungen zuverlässig abbilden. Mit einer Performance von 88 % lag sie nahezu auf dem Niveau des Septembers
Deutschland:
Der deutsche aFRR- präsentierte sich im Oktober insgesamt deutlich ruhiger und erreichte nicht mehr die hohen Preisniveaus des Vormonats. Dennoch wurden einige Preisspitzen beobachtet. Die deutlichste Bewegung trat am 20. Oktober auf, als der Preis von 23,2 €/MW/h um 04:00 Uhr auf 181 €/MW/h um 12:00 Uhr anstieg. Abgesehen von zwei kleineren Ausschlägen am 9. Oktober (120 €/MW/h) und am 21. Oktober (123 €/MW/h) bewegten sich die Preise weitgehend stabil auf einem Niveau unterhalb von 90 €/MW/h.
Im Vergleich zum September blieb die Marktvolatilität spürbar, zeigte sich jedoch weniger abrupt und erreichte nicht die extremen Ausprägungen des Vormonats. Unsere Prognose erfasste die Marktbewegungen zuverlässig und erreichte eine solide Performance von 84 %.
Im aFRR+ herrschte im Oktober erneut ein unruhiges Marktumfeld, allerdings blieben die extremen Preisspitzen des Septembers aus. Die Marktentwicklung war im Monatsverlauf von mehreren ausgeprägten Schwankungen geprägt.
Die auffälligste Bewegung trat am 8. Oktober auf, als der Preis von 10 €/MW/h um 00:00 Uhr auf 567 €/MW/h um 08:00 Uhr anstieg. Ein weiteres Hoch wurde am 13. Oktober mit 287 €/MW/h beobachtet, gefolgt von einem erneuten Anstieg am 20. Oktober um 08:00 Uhr auf 219 €/MW/h. Abgesehen von diesen Bewegungen blieb das allgemeine Preisniveau durchgehend unter 197 €/MW/h.
Im Vergleich zum Vormonat blieb die Volatilität zwar erhöht, zeigte sich insgesamt jedoch ausgeglichener. Unsere Prognose reagierte stabil auf die veränderten Marktbedingungen und konnte sich leicht verbessern. Und erreichte eine Performance von 69 % gegenüber dem herausfordernden September.
1DA vs. 2DA
Der Oktober bestätigte erneut die klaren Vorteile der 1-Day-Ahead-Prognose (1DA) im Vergleich zur 2-Day-Ahead-Prognose (2DA) in den aFRR-Märkten.
Sowohl in Österreich als auch in Deutschland erzielte der 1DA-Ansatz höhere Bezuschlagungsquoten und stärkere Erlöse. Dies unterstreicht eindrücklich seine Bedeutung für die kurzfristige Optimierung Ihrer Einsatzplanung.
In Österreich zeigte sich der Vorteil der 1DA-Prognose besonders deutlich. Im aFRR- erreichte die 1DA eine Bezuschlagungsquote von 94,62 % und überholte damit die 78,49 % der 2DA signifikant. Dies führte zu einem zusätzlichen Erlös von 1.641 €/MW/h, was einem Vorteil von 22 % entspricht. Im aFRR+ war der Effekt noch stärker: Hier erzielte die 1DA eine Bezuschlagungsquote von 94 % gegenüber 77 % bei der 2DA, was einem Mehrerlös von 3.432 €/MW/h beziehungsweise einem Mehrerlös von 28 % gleichkommt.
Auch in Deutschland zeigte sich ein ähnliches Bild, mit klaren Vorteilen in beiden aFRR-Märkten. Im aFRR- lag die Bezuschlagungsquote der 1DA bei 94 % gegenüber 90 % bei der 2DA, was zu einem zusätzlichen Erlös von 937 €/MW/h beziehungsweise einem Plus von 10 % führte. Am deutlichsten war der Effekt im aFRR+, wo die 1DA eine Bezuschlagungsquote von 92 % erreichte, während die 2DA lediglich 80 % erzielte. Daraus resultierte ein zusätzlicher Erlös von 3.921 €/MW/h, was einem Zuwachs von 31 % entspricht.
Insgesamt bestätigen die Ergebnisse des Oktobers erneut, dass kürzere Prognosezeiträume die Marktreaktionsfähigkeit und das Erlöspotenzial deutlich verbessern. Besonders im deutschen aFRR+ zeigte sich die 1-Day-Ahead-Prognose als klar überlegen, da ihre höhere Präzision unmittelbar zu signifikanten finanziellen Vorteilen führte.
